pressespiegel

Strelitzer Zeitung vom 8. Juni 2011

Clowns reisen und lieben um die Wette

Von der Kunst etwas zu entdecken, erzählt das Stück "In 80 Tagen um die Welt" im Zirkuszelt auf dem Neustrelitzer Schlossberg.
Von Susanne Scholz

Die pfiffigsten Kinder im Publikum rechnen vor der Vorstellung bereits nach: Wer sich am 7. Juni auf den Weg macht, um "in 80 Tagen um die Welt" zu reisen - wann müsste er wohl zurück sein? Die Antwort richtet sich indes nicht nach dem gestrigen Premierendatum des Abenteuerstücks bei den Neustrelitzer "Festspielen im Schlossgarten", sondern nach dem zugrunde liegenden Roman von Jules Verne.

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Strelitzer Zeitung vom 8. Juni 2011

Pyramiden und Prärie in der Manege

Mit der Premiere des musikalischen Abenteuerstücks "In 80 Tagen um die Welt" haben die Festspiele im Schlossgarten begonnen.
Von Susanne Scholz

Ganz so dramatisch wie im schwungvollen Song "Wir wagen das Unmögliche" ist es für das Neustrelitzer Theater nicht, das Abenteuer, erstmals ganz und gar als Veranstalter der "Festspiele im Schlossgarten" aufzutreten: Haben doch zehn Jahre Schlossgartenfestspiele in Partnerschaft mit dem Tourismusunternehmer Lothar Kempf den Boden bereitet. Unter leicht veränderter Marke ist die sommerliche Vorstellungsreihe nun gestern eröffnet worden mit dem musikalischen Abenteuerstück "In 80 Tagen um die Welt", das - wie in den beiden Vorjahren schon "Das Dschungelbuch" und "Pippi Langstrumpf" - von der Berliner Schule für Schauspiel in Szene gesetzt wird.

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Strelitzer Echo vom 4. Juni 2011

Festspiele im Schlossgarten 2011

"In 80 Tagen um die Welt" im Zirkuszelt

Es ist wieder Festspielzeit im Schlossgarten von Neustrelitz und der Zirkus ist da! Am Hirschtor! Sein großes Zelt ist schon von Weitem zu sehen, und tatsächlich – Zirkuswagen und wilde Tiere warten auf dem Schlossberg in Neustrelitz auf Besucher! Und was geschieht unter dem blauen Kuppeldach mit den silbernen Sternen?.

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Nordkurier vom 1. März 2011

Weltreise mit Manege und Maschinen

In zirzensischer Atmosphäre wollen Schauspielstudenten im Juni das Puplikum mit dem musikalischen Abenteuer "In 80 Tagen um die Welt" begeistern
Von Susanne Schulz

Ein erster "heimlicher" Star steht bereits fest für das musikalische Schauspiel "In 80 Tagen um die Welt", das im Juni in enem Zirkuszelt auf dem Neustrelitzer Schlossberg gespielt wird: Ein riesiger indischer Elefant, zusammengefügt aus einem Körper auf Rollen und einem vom Chapiteau heruntergelassenem Kopf, zog schon als Modell bei der gestrigen Konzeptionsprobe im Landestheater Neustrelitz alle Blicke auf sich.

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Theater der Zeit März 2011

Der Waldgänger

Der Schauspieler Christoph Bornmüller ist ein hochartifizieller Ekstatiker – was ihn unvermutet gefährlich macht.
Von Gunnar Decker

Eigentlich wollte er Müllmann werden. Nicht so sehr wegen des Mülls, sondern wegen der roten Arbeitsanzüge. Was für ein wildes Leben auf den Trittbrettern der Müllautos! Das ist lange her, ein Kindertraum von Abenteuern und Kostümen. Etwas davon muss in dem 1983 in Bamberg geborenen Christoph Bornmüller wach geblieben sein. Der Abiturient wurde zum Mitgründer einer Punkband, der Regieassistent in Coburg zum Mitspieler. Leben ist Traum, wenn man es bloß nicht verlernt, zu spielen. Leben ist live, hier und jetzt, Angst und Schweiß, aber dann auch unerhörtes Glück, wenn man dem entscheidenden Augenblick – dem Auftritt! – standhält.

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Nordkurier vom 01.03.2011

Weltreise mit Manege und Maschinen

von Susanne Schulz

In zirzensischer Atmosphäre wollen Schauspielstudenten im Juni das Publikum mit dem musikalischen Abenteuer "In 80 Tagen um die Welt" begeistern.

NEUSTRELITZ. Ein erster "heimlicher" Star steht bereits fest für das musikalische Schauspiel "In 80 Tagen um die Welt", das im Juni in einem Zirkuszelt auf dem Neustrelitzer Schlossberg gespielt wird: Ein riesiger indischer Elefant, zusammengefügt aus einem Körper auf Rollen und einem vom Chapiteau herunter gelassenen Kopf, zog schon als Modell bei der gestrigen Konzeptionsprobe im Landestheater.

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Torgauer Zeitung vom 23.02.2011

Mit harter Arbeit zum Traumberuf

Interview mit Lars Liepe, Schulleitung der berliner schule für schauspiel

Das Interview wurde geführt von Uwe Gutzeit

Berlin/Nordsachsen (TZ/ug). Die Berliner Schule für Schauspiel ist eine renommierte Ausbildungsstätte für die Ausbildung zum Berufsschauspieler für Bühne und Film. Die TZ sprach mit Lars Liepe von der Schulleitung über Zugangsvoraussetzungen und Inhalte.

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Torgauer Zeitung vom 23.02.2011

Sehnsucht nach Theater

Interview mit Katharina Titze, Studentin an der berliner schule für schauspiel

Das Interview wurde geführt von Eileen Jack

Berlin (TZ/ej). Die Eltern Musiker, der Großonkel Schauspieler – eigentlich blieb für Katharina Titze nur der Weg in ein kreatives Berufsleben. Entschieden hat sich die 22-Jährige schließlich für die Schauspielerei, das, wie sie selbst sagt, aber ungewöhnlich spät. Erst in der 10. Klasse. Musik machte sie da bereits seit einigen Jahren, spielte Saxophon und Geige, letztere noch heute in einer eigenen Band.

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Nordkurier vom 15.02.2011

Verstellung enthüllt das wahre Wesen

Interview mit dem Regisseur und Schulleiter Ekkehardt Emig

Shakespeare ist eine feste Größe im hiesigen Repertoire: In den vergangenen zwei Jahren kamen "Der Sturm" unter Regie von Annett Wöhlert und "Wie es euch gefällt" in der Inszenierung von Ralf-Peter Schulze auf die Bühne. Setzen Sie Ihre Arbeit zu den vorherigen in Beziehung?

Wir wollen an die Poesie dieser Arbeiten anknüpfen. Ausgewählt haben wir die Fassung der Shakespeare-Company, mit acht Schauspielern in 20 Rollen. Das ist reizvoll für die Akteure wie für die Zuschauer. Es gibt viel Tempo, viel Verstellung und viel Verkleidung, und beim "Umsteigen" der Schauspieler in eine andere Figur wird ihr Wesen deutlich. Alle wollen heraus aus der Falle ihrer Existenz, und der Impuls der Liebe soll sie daraus befreien.

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Nordkurier vom 14.06.2010

Pippi Langstrumpf

Pippi Langstrumpf erobert Neustrelitzer Freilichtbühne

Viel, viel Applaus gab es nach der Premiere am Abend des 12. Juni 2010 für die Akteure, die gerade "Pippi Langstrumpf" auf die Bühne im Neustrelitzer Schlosspark gezaubert hatten. Das hatte sich das junge Ensemble von der Berliner Schule für Schauspielkunst auch wirklich verdient. Die Akteure spielten und rannten, sie sangen und tanzten, sie schlugen Rad und Purzelbaum, was das Zeug hielt. Allen voran die sympathische Luise Kinner, die eine überzeugende Pippi gab ein keckes Mädchen, das wohl auch Astrid Lindgren gefallen hätte: frech, locker, mit einem flotten Mundwerk ausgestattet und sich natürlich nie an Anweisungen der Erwachsenen haltend.

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Nordkurier vom 15.06.2009

Heimkehr ins wahre, wilde Leben

Das Dschungelbuch im Zirkuszelt

Neustrelitz "Keine Feier ohne Geier" könnte der Hit dieses Sommers heißen - wenn nicht in den Radioprogrammen und CD-Regalen, so doch wenigstens auf dem Neustrelitzer Schlossberg, wo die schrägen Vögel Chil und Chul die Bude rocken. Genauer: Das Zirkuszelt, in dem die diesjährigen Schlossgartenfestspiele mit der Musicalpremiere "Das Dschungelbuch" am Wochenende einen furiosen Auftakt hinlegten.

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Tagesspiegel vom 01.02.2009

Ruppige Reise

Berlins Theater 89 zeigt "alter ford escort dunkelblau"

Das Klappern lässt sich nicht überhören, und der Auspuff erlebt seine letzte aktive Zeit. Schorse und seinen Freunden Boxer und Paul macht das nichts aus. Die Zeitarbeiter rasen in der alten Karre im Hochsommer durchs Mansfelder Land, auf der Jagd nach Träumen, nach Liebe, nach irgendetwas. Kommen sie an, finden sie etwas, das Halt geben könnte? Vielleicht, vielleicht auch nicht.

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http://www.nachtkritik.de

"Industrielandschaft mit Einzelhändlern" von Egon Monk

… Optimierung von urkomischer Traurigkeit
Wunderbar, wie Geffke den Versuch des Drogisten spielt, seine Situation im wissenschaftlichen Selbstversuch zu verstehen und zu meistern. Gegen die Stoppuhr in der Hand seiner Frau versucht er, jede Arbeitsbewegung , jede lächelnde Hinwendung zum Kunden tayloristisch zu optimieren. Dabei macht er sich zum Arbeitsautomaten, der er eigentlich längst ist.

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Neubrandenburger Zeitung, 2. Mai 2008

Che kommt ins Schauspielhaus

Absolventen der Schauspielschule Berlin gastieren in Neubrandenburg und bieten den Zuschauern ein ganz besonderes Heldenstück.

Was ist ein Held? Was ist Revolution? Vier Monate lange beschäftigten sich siebzehn Studenten und Absolventen der Berliner Schule für Schauspiel mit Fragen, die Geschichte veränderten und verändern. In Ihrem Studiobühnenprojekt "He du Che, Helden ohne Ende" – das jetzt in Neubrandenburg zu sehen ist – setzten sie sich mit der Problematik des Heldentums auseinander.

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Theater der Zeit, Februar 2007, Seite 45 von Wolfgang Behrens

Neustrelitz - Diese Stadt hat ein Theater

Selbstbewusst präsentiert sich die Theater und Orchester GmbH Neu­bran­denburg / Neustrelitz mit Großer Oper und jungen Schau­spielern.

"Franka Anne Kahl und Ralph Sählbrandt, die schon seit längerem dem (derzeit 16köpfigen) Ensemble angehören, bilden so etwas wie dessen Säulen, um die sich die anderen, oft noch sehr jungen Schauspieler gruppieren, für die Neustrelitz und Neubrandenburg häufig eine Durchgangssituation mit etwa dreijähriger Verweildauer darstellen. Oberspielleiterin Annett Wöhlert rekrutiert viele dieser Nachwuchskräfte von der privaten, gleichwohl staatlich an­er­kannten berliner schule für schauspiel, an der sie selbst einmal studiert hat.

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Lausitzer Rundschau 25. März 2006, von Felix Krömer

...und nach dem Fechttraining zum Kellnern

Wie sich Nachwuchstalente an einer teuren Berliner Privatschule ab­rackern, um ihren Traum von einer Bühnenkarriere zu verwirklichen.

Schauspielschüler brauchen Kämpferherzen. Als Erstes für die Aufnahmeprüfungen: Mit zitternden Knien vor der Jury stehen, seelisch quasi nackt, das Talent beweisen. Geschafft? Dann kommt der harte Alltag: Sprechen, Fechten, Tanzen, Singen ... Und nach dem Unterricht müssen viele Anwärter aufs Rampenlicht noch jobben, um die Ausbildung zu finanzieren. So geht es auch den jungen Leuten an der Berliner Schule für Schauspiel, einer teuren Pri­vat­lehranstalt. Ein Besuch vor Ort.

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Elde-Express 22.02.06, von Ilona Langer

Neue Inszenierung am Parchimer Theater

Theaterkritik: "Die Nacht nach der Abschlussfeier" Thema hat an Aktualität noch nicht eingebüßt

"Die Nacht nach der Abschlussfeier" heißt die jüngste Inszenierung des Landestheaters. Da haben sie nun 10 Jahre in der Schule gemeinsam gelernt, Deutsch und Mathe, Physik und vieles mehr gebüffelt, gemeinsam gesungen und meinen sich zu kennen. An ihrem letzten Schultag ist aber plötzlich alles anders.

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Schweriner Volkszeitung 20.02.2006, von Astrid Lärm

Tausend Wege

Theaterkritik: "Die Nacht nach der Abschlussfeier"

Beim Klang von "Bella Ciao" klopft der Fuß ungewollt den Takt. Das schmissige Par­tisa­nen­liedchen gesungen von Schülern der "berliner schule für schauspiel", ist der Auftakt zur Premiere von Wladimir Tendrjakows "Die Nacht nach der Abschlussfeier" am Meck­len­burgischen Landestheater Parchim. Es ist Samstagabend, Premierenabend und die Haupt­akteure singen vor Beginn der Vorstellung im Foyer. Flankiert von roten Fahnen und im 70er-Jahre-Outfit schmettern sie Arbeiterlieder und deklamieren sozialistische Propagandaverse über die kampfbereite Jugend. Eine junge Dame in grellbunter Schlaghose verkauft rus­sisches Konfekt. Eine durch und durch skurrile Szene, bei der einem das "Bella Ciao" im Halse stecken bleibt.

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Märkische Allgemeine Zeitung 21.06.2005, von Uwe Klemens

Zwischen Ernst und Clownerie

Schauspielstudenten zeigten Maskenspiel-Arbeit
"Einladung zu Godot"

Einen "poetischen Maskenreigen", nennt Schauspieldozent Bernhard Dökel das jüngste Pro­jekt der von ihm betreuten Studenten. "Einladung zu Godot", so der Titel, feierte am vergan­genen Wochenende im Niedergörsdorfer "Haus" umjubelte Premiere.

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Nordkurier 3.5.2005, von Susanne Schulz

Offen für neue Gesichter

Für "Frühlings Erwachen" hat die Neustrelitzer Regisseurin
Annett Wöhlert drei Berliner Schauspiel-Absolventen verpflichtet.

Da haben sie nun so vieles noch gar nicht gewusst vom Leben und vom Lieben, diese 14-Jährigen. Nur von Scham, Schuld, Schande und einer unaussprechlichen Furcht vor den eigenen Gefühlen. Die Tabus, an denen Frank Wedekind in seiner 1890 entstandenen und - verfolgt von Pornografie-Vorwürfen - erst 1906 zur Uraufführung gelangten Tragödie "Frühlings Erwachen" junge Menschen zerbrechen lässt, muten heute immer absurder an. Zugleich bleiben die beschriebenen Empfindungen und Nöte so brennend, dass das Stück jedem Theaterspielplan Ehre einlegt.

Eine junge Besetzung strebte daher auch Annett Wöhlert für ihre Inszenierung an, die am Sonnabend in Neustrelitz Premiere hat. Dabei konnte die Oberspielleiterin der Theater und Orchester GmbH Neubrandenburg/Neustrelitz auf einen Kontakt zurückgreifen, der ihrem Ensemble schon mehrfach lohnenden Zuwachs bescherte: Verpflichtet wurden für die neue Produktion drei Studenten der Berliner Schule für Schauspiel, von deren Absolventen sich in den vergangenen Jahren einige fürs feste Engagement im Norden empfehlen konnten.

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Radio Eins - Tagestipp 16.04.2004

"Die Falle" in der Schiller-Theater-Werkstatt

deutsch-tschechisch-polnische Kooperation

Erfahrene Schauspieler und Schauspielstudenten aus Deutschland, Polen und Tschechien bringen gemeinsam das Werk "Die Falle" von Tadeusz Rózewicz auf die Bühne. Anhand der Figur Franz Kafka werden die Auswüchse der bürgerlichen Gesellschaft thematisiert, die unter anderem zur bürokratischen Organisation des Völkermordes von Auschwitz führten. Die verschiedenen Wahrnehmungsweisen der Schauspieler aus den drei Ländern bilden dabei die Basis. Das Projekt nutzt die Inszenierung um sich mit der Geschichte, Gegenwart und Zukunft der Deutschen, Tschechen und Polen auseinanderzusetzen.

Berliner Kurier 13.02.2004, von Alexander Mühlauer

Die Schmiede der echten Stars

Wer es schaffen will - der muss leiden

Einmal über den roten Teppich der Berlinale schreiten, im Blitzlicht-Gewitter der Fotografen stehen: Schauspieler - für viele ein Traum. KURIER-Reporter Alexander Mühlauer sprach mit Lars Liepe, Geschäftsführer der Berliner Schule für Schauspiel in Friedrichshain, die heute zum Tag der offenen Tür einlädt.

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Märkische Allgemeine 16.01.2004, von Uwe Klemens

Spannend bis zum bitteren Ende

Zumeist junges Premieren-Publikum zeigte sich geduldig
und interessiert

Schon der Applaus sprach für sich. Gemessen an dessen Stärke war die Brandenburg-Premiere des Theaterstückes "Die Falle" vor Jüterboger Gymnasiasten am Mittwoch­nach­mittag ein voller Erfolg. Ein letztes Mal noch ließ Regisseur Ekkehardt Emig das Publikum sogar beim Schlussapplaus erschauern: Geheimnisvolle Sekretäre, im Stück Synonym unfassbaren Grauens und scheinbarer Ausweglosigkeit, versetzen die fröhlich lachenden und tanzenden Akteure samt Zuschauern in Angst und Schrecken. Das Signal ist eindeutig: Das Schreckliche, die "Falle", lauert immer.

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Märkische Allgemeine 13.01.2004, von Barbara Breuer

Internationale Körpersprache

Das europäische Theaterprojekt "Die Falle" bringt polnische,
tschechische und deutsche Jungdarsteller in Niedergörsdorf
zusammen

Wer miteinander spielt, lernt sich zwangsläufig gut kennen. Schon so mancher hat sich beim "Mensch-ärgere-dich-nicht" unwillentlich entlarvt: Der vermeintlich Emotionslose würfelt einen Sechser, wähnt sich plötzlich siegesgewiss und zeigt gnadenlosen Einsatz. Der Ehrgeizling hingegen erträgt sein Verliererdasein nur mit Tränen in den Augen. Ganz ähnlich ist es beim Schauspiel. Auch dort kommen sich die Mimen sehr nahe, erleben gemeinsam Höhen und Tiefen. Das ist harte Arbeit, aber auch eine Chance, die Regisseur Ekkehardt Emig zur europäischen Annäherung nutzt.

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Neues Deutschland 17.10.2003, von Robert Meyer

Kafka und die Axt im Kopf

"Die Falle" in der Schiller Theater-Werkstatt

Anstrengend, aber beeindruckend: In einer fast vier Stunden langen Inszenierung zeigt die mitunter als Jugendbühne genutzte Schiller Theater-Werkstatt als europäische Gemein­schaftsproduktion "Die Falle" von Tadeusz Rózewicz. Das Stück wurde produziert von der Berliner Schule für Schauspiel, dem Theater 89, der Akademie der Darstellenden Künste Prag und der Staatlichen Theaterhochschule "Ludwig Solski" Wroclaw.

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Der Tagesspiegel 17.10.2003, von Alexander Visser

Braune Drohung

Wie geht's eigentlich bei Familie Kafka am Mittagstisch zu? Solange der Hausherr nicht da ist, tanzen die Kinder auf dem Tisch, schnurren wie Katzen, necken die Haushälterin. Sobald Papa Kafka (Johannes Achtelik) erscheint, ist geradezu militärische Disziplin gefragt, denn er duldet kein Geräusch außer Suppelöffeln, schließlich arbeitet ein Mensch wie er isst, und wenn der kränkliche Franz nicht Essen mag, ist es kein Wunder, dass aus dem Bub nichts wird. Nach dieser Suppe verstehen wir, warum aus Franz später der Schriftsteller wird, der diese extrem kafkaesken Texte schreibt.

Aber dem polnischen Dramatiker Tadeusz Rózewicz geht es in Die Falle nicht nur um die Kafkas. Das Stück untersucht, wie sich in der Familientragödie zu Beginn des Jahrhunderts bereits Anzeichen für die heranziehende nationalsozialistische Schreckensherrschaft erken­nen lassen. Während Franz Kafka (1883-1924) die Nazis selbst nicht mehr erlebte, wurde seine deutsch-jüdische Familie in Auschwitz ermordet.

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3 Sat - Kulturtipp 15.10.2003

Die Falle

Drei Länder, drei Sprachen, drei Blickwinkel - ein ungewöhnliches Theaterprojekt bei der Probe in der Berliner Schiller-Theater-Werkstatt: Drei Schauspielschulen aus Berlin, Prag und Breslau realisieren gemeinsam das Stück "Die Falle" des polnischen Autors Tadeusz Rózewicz. An Kafkas "Die Falle", einer Familientragödie, die bis zum Völkermord hinführt, ar­beiten Schauspielstudenten und erfahrene Schauspieler. Die europäische Gemeinschafts­pro­duktion wird auch in Prag und Breslau zu sehen sein. "Die Falle" ist ab dem heutigen Mittwoch in Berlin zu sehen.

Die Senatskanzlei 13.10.2003, von Dr. Torsten Wöhlert

Die "Falle" in der Schiller-Theater-Werkstatt

Die Senatsverwaltung für Wissenschaft, Forschung und Kultur teilt mit:
Mit der Premiere von "Die Falle" des polnischen Dramatikers Tadeusz Rózewicz startet an diesem Mittwoch in der Schiller-Theater-Werkstatt ein einjähriges Europäisches Theater­pro­jekt der berliner schule für schauspiel in Zusammenarbeit mit der Akademie der Dar­stel­lenden Künste Prag, der Staatlichen Theaterhochschule "Ludwig Solski" Wroclaw, und dem Berliner theater 89.

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Märkische Allgemeine 01.10.2002, von Uwe Klemens

Maskenspiel und Parodie

Schauspielstudenten luden zum erlebnisreichen Theaterabend

Niedergörsdorf - Hoch hinaus ging's für die Gäste im Niedergörsdorfer "Haus". Eine steile Treppe hinauf auf die große Bühne musste steigen, wer als Zuschauer zum angekündigten Maskenspiel mit dabei sein wollte. "Café fatal" hieß das Spiel, dargeboten von Schauspiel­studenten im letzten Regelsemester der Berliner Schule für Schauspiel.

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Berliner Zeitung 25.03.2002, von Juliane Grebin

Hier klatscht niemand aus Höflichkeit

Von Berlin bis Rio: Bahnhöfe werden zu Theaterbühnen

Menschen kommen und gehen, hastig und ziellos. Sie wechseln kurz fremde Blicke, be­grüßen und verabschieden sich. Für Augenblicke werden Sie Teil einer kleinen Geschichte, die der Ort erzählt. Gesprächsfetzen und Bahnhofssituationen liefern das Material, aus dem 25 Schauspielschüler in Bahnhöfen Improvisationen entwickeln. Den Wartenden und Arbeiten­den wollen sie einen Spiegel vorhalten und auf die Vielschichtigkeit des sonst so funktional wahrgenommenen Ortes aufmerksam machen. Angefangen auf Berliner Bahnhöfen machen sie eine "Theaterreise quer durch Deutschland bis nach Rio".

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Berliner Zeitung 08.02.2002, von Annette Keck

Sei eine Schlingpflanze!

Nur für außen Stehende lustig: ein Besuchbei der Berliner
Schule für Schauspiel

"Pau pau pau pau, pau pau pau pau". Fünf erwachsene Menschen stehen barfuß oder nur mit Socken an den Füßen im Kreis und geben merkwürdige Töne von sich. Dabei verlagern sie ihren Körperschwerpunkt in einer fließenden Bewegung vom linken auf den rechten Fuß und zurück. Zu jedem "pau" schlagen sie leicht mit der rechten Hand am linken Arm entlang, dann mit der linken Hand am rechten. In der Berliner Schule für Schauspiel in der Boxhagener Straße ist Tag der offenen Tür.

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Berliner Zeitung 26.02.2001, von Jens Schley

Nur die Seele zählt

Samstagmorgen, Friedrichshain. Ekkehardt Emig und Stephan Dierichs sitzen am Tresen des "Theaters im Kino" (tik) in der Boxhagener Straße und wälzen die Probleme der deutschen Theaterkrise. Emig berichtet von neuen Sparplänen in Berlin und anderswo. "Was soll´s", meint Dierichs, "die Theater von heute sind doch voller entseelter Ensembles."

Zwei Etagen weiter oben sitzen elf junge Menschen, die den Theatern zu einer neuen Seele verhelfen sollen. Zigaretten glühen in angespannten Gesichtern. Es ist Aufnahmeprüfung an der "Berliner Schule für Schauspiel" (BSS), die als Untermieter im tik sitzt. Florian, 21, ist aus Hessen nach Berlin gekommen. Seit er fünfzehn ist, will er Schauspieler werden. Sein Vater ist dagegen, Arzt wäre doch ein besserer Beruf. Es ist seine erste Aufnahmeprüfung. Ein Stück aus "Kabale und Liebe" will er vorspielen und Sinatras "My way" singen. Florian ist aufgeregt: "Ich glaube, Schauspielerei ist mein Beruf."

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Berliner Morgenpost 12.12.2000, von Markus Falkner

Das Brennen muss sich übertragen

Leidenschaft und Handwerk in der Schauspielschule Friedrichshain - Theater als lockeres Tralala ist Ekkehardt Emigs Sache nicht. Er triezt seine Darsteller bis an die Grenzen der Be­last­barkeit, hat Überforderung zum kreativen Prinzip erhoben, will "politisches Problembe­wusst­sein" als Gegenpol zur bunten und austauschbaren Unterhaltungswelt auf die Bühne bringen. "Nur wer besessen ist, kann andere Menschen interessieren", sagt der Leiter der privaten Berliner Schule für Schauspiel, die seit 1998 ein Stockwerk über dem Theater im Kino (tik) an der Boxhagener Straße 18 residiert. Emig ist selbst so ein Besessener.

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