he du, ché. helden ohne ende

Zeichnung: Chrisse Kunst, Berlin

Studiobühnenprojekt mit Absolventen und Studenten des 6. und 7. Semesters
Autor und Regisseur: Ekkehardt Emig
Musikalische Einrichtung: Martin Laubisch

Uraufführung: 25. April 2008 im Kulturhaus Berlin-Weißensee
Eintritt: 14 EUR / ermäßigt 9 EUR
Kartenverkauf:030 / 42 79 600 oder
post@schauspielschule-berlin.de

Weitere Vorstellungen:
26./ 27./ 28. April und 9. / 10. Mai 2008 Kulturhaus Berlin-Weißensee
3. Mai 2008 Schauspielhaus Neubrandenburg

Wie sieht es aus im Herzen eines Helden? Die Geschichte beginnt mit der Legende seines Todes ... und der Geburtsstunde des Fremden, der in einem roten Tuch zur Welt kommt. Drei Frauen sorgen dafür, dass sich der Fremde dem Mythos des Helden nähert. Bestärkt von dessen revolutionären Ideen beschließt der Fremde, die Geschichte von Ché neu zu leben - ihren Verlauf zu ändern. "Wie, wenn man das Leben noch einmal beginnen könnte. Seien wir realistisch, wagen wir das Unmögliche."

Doch indem sich der Held wieder in Erinnerung bringt, setzt er sich gleichermaßen aufs Spiel. Immer wieder, scheitert er in dem Versuch, andere zu ihrem Glück zu zwingen ... und wird am Ende verraten. Aber selbst in einer völlig ausweglosen Situation, versucht Ché, die Zeit anzuhalten und die Geschichte wie ein Ruder herumzureißen. Vergeblich, Ché stirbt. Dass er das Unmögliche wagte, das andere aus Angst vor dem Scheitern nicht versuchen wollten, macht ihn nach seinem Tod zum Helden.

Hier könnte die Geschichte enden. Aber da ist noch der "Weiße Mann am Schlagzeug", der glaubt, mit genügend Abstand die Wahrheit zu wissen. Je länger er die Handlung verfolgt und je mehr er sie kommentiert - mal weise erzählend, mal kopfschüttelnd zweifelnd, mal vor­sich­tig fragend - desto mehr verstrickt er sich mit der Geschichte. Er wird ein Teil von ihr, weil jedes seiner Urteile auch Konsequenzen für das eigene Handeln hat.

Es gibt keine absolute Wahrheit, aber Helden ohne Ende. Wir befinden uns wieder in der Ge­gen­wart: Das halbverbrannte Foto von Ché tanzt im heißen Wind ... nachdem sich drei Kinder in die Luft gesprengt haben.

"He du, Che" hat Ekkehardt Emig, Regisseur und künstlerischer Leiter der berliner schule für schauspiel, vor dem Hintergrund der kontroversen Debatten über die Studentenbewegung um 1968 und ihre Helden geschrieben. Die Inszenierung ist eine poetische Auseinandersetzung mit dem Heldenbild unserer Gesellschaft. Das Stück wird von 17 Studenten der zwei Ab­schluss­semester 2008 und Absolventen gespielt und in der zukünftigen Wirkungsstätte der berliner schule für schauspiel, dem Kulturhaus Berlin-Weißensee, uraufgeführt.

Darsteller:

Florian Meyer

Der weiße Mann am Schlagzeug

Agnes Burger, Viktoria Bisco, Birte Flint

Drei schwarze Frauen

Christoph Bornmüller

Der Fremde / Ché

Christine Knispel

Celia

Elke Appelt

La Negra

Antje Thiele

Hildita

Randolph Herbst

Joaquin

Michael Berndt

Braulio

Christian Arnold Krüger

El Medico

Jonathan Prösler

Pablito

Aaron Thiesse

Marcos

Christoph Drobig

Hauptmann

Sascha Jähnert

1. Soldat

Andreas Jähnert

2. Soldat

Birte Flint

Rosaura

Agnes Burger

Julia

Susanne Rösch

Tanja

Viktoria Bisco

2. Sekretärin

Elke Appelt, Antje Thiele, Christine Knispel

Drei weiße Frauen

Länge des Stücks: 180 min, eine Pause

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